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Märkte / Immobilien

Umstrittene Abschaffung des Eigenmietwerts

Die ständerätliche Wirtschaftskommission nimmt die Beratung wieder auf. In der Vernehmlassung kam heftige Kritik an der Vorlage auf.

Die Besteuerung von Wohneigentum ist seit Jahren ein umstrittenes Thema in der Politik. Im Zentrum steht der Eigenmietwert, über dessen Abschaffung die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) Ende August wieder beraten wird. Ein leichtes Unterfangen ist dies nicht. Der Widerstand ist beträchtlich, und er kommt von mehreren Seiten, wie die Vernehmlassung zum Entwurf der WAK gezeigt hat. Voraussichtlich 2020 wird die Debatte im Ständerat geführt werden.

Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen, das Hausbesitzer und Wohnungseigentümer versteuern müssen. Im Gegenzug dazu können sie Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten in Abzug bringen. Der Steuerabzug für die Hypothekarzinsen ist wegen des Tiefzinsumfelds derzeit oft wesentlich niedriger als die Einnahmen aus einer fiktiven Vermietung der Liegenschaft, die als Berechnungsgrundlage für den Eigenmietwert dienen. Ins Gewicht fällt der Einkommenszuwachs vor allem für ältere Eigenheimbesitzer, die eine AHV-Rente und kein Lohneinkommen zu versteuern haben und die ihre Hypothek bereits weitgehend amortisiert haben.

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Leser-Kommentare

Urs Gmür 27.08.2019 - 08:06

Das aktuelle System bläst die Bilanzen der Privathaushalte gefährlich auf (CH hat weltweit höchste Verschuldung per capita).
Die Abschaffung des Eigenmietwerts bzw. die Abzüge für Hypozinsen werden dazu führen, dass Eigenheimbesitzer ihre Hypotheken im Rentenalter tendenziell abbezahlt haben. Das sichert indirekt die Altersvorsorge.

Brigitte Wettstein 28.08.2019 - 09:02

so dem so wäre, bleibt immerhin noch die Vermögenssteuer auf dem Gebäudewert zu bezahlen. auch ein paar Fränkli.