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Umstrittenes Vorgehen eines GKB-Bankrats kostet ihn sein Mandat

Der Bankrat der GKB hat den Posten von Thomas Huber mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt. Grund dafür seien zwielichtige Geschäfte.

(AWP) Bei der Graubündner Kantonalbank (GRKP 1500 1.35%) tritt Bankrat Thomas Huber per sofort zurück. Er habe sich angesichts verschiedener Meldungen im Zusammenhang mit einem Drittmandat zu dem Schritt entschieden, teilte die Standeskanzlei Graubünden am Mittwoch mit.

Die Graubündner Regierung habe den Rücktritt am Dienstag akzeptiert, hiess es. Regierung und Bankrat erachteten den Entscheid Hubers als «Ausdruck seiner Professionalität und Integrität». Mit der Zurverfügungstellung seines Mandates schütze er die Reputation der GKB.

Huber war während fünf Jahren Mitglied es GKB-Bankrats und war dabei auch Vorsitzender des Prüf- und Risikoausschusses. Gemäss Gesetz ist die Regierung für die Wahl des siebenköpfigen Bankrates der Kantonalbank zuständig.

Huber war in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit der in Turbulenzen geratenen Zürcher Anlagefirma Ruvercap in den Fokus der Medien geraten. Der nun zurückgetretene GKB-Bankrat hatte gemäss den Berichten auch Einsitz im Verwaltungsrat des Unternehmens Batagon, das von der auf «Private Debt» spezialisierten Ruvercap offenbar hohe Kredite erhalten hatte. Gleichzeitig hatte die GKB hohe Beträge in Ruvercap investiert – gemäss dem Online-Medium «Finews» soll es sich um rund 70 Mio. Fr.  handeln.

Die komplette Historie zu Graubündner KB finden Sie hier. »

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