Unternehmen / Energie

Doch nur 70 Fr. für Alpiq-Titel?

Dem französischen Energiekonzern EDF ist ein verhängnisvoller Übersetzungsfehler unterlaufen.

Der staatliche französische Energiekonzern EDF verkauft sein 25%-Paket an Alpiq. Übernommen wird der Anteil vom Infrastrukturfonds der Credit Suisse zu einem Preis von 70 Fr. Wie «Finanz und Wirtschaft» am Mittwoch berichtete, enthält die Verkaufsvereinbarung zudem eine Klausel, die in der englischsprachigen Mitteilung von EDF als «Earn-out»-Mechanismus bezeichnet wird. Wie diese Zeitung geschrieben hat, würde das bedeuten, dass weitere Zahlungen an EDF fällig werden, sofern Alpiq in der kommenden Zeit gewisse Erfolgsgrössen erreicht.

Wie Jürg Stähelin von der Kommunikationsagentur IRF nun aber mitgeteilt hat, ist EDF ein Übersetzungsfehler unterlaufen: In der französischsprachigen Mitteilung kommt der Begriff «Earn-out» nicht vor. Stattdessen heisst es dort: «Der Kaufvertrag sieht Mechanismen vor betreffend möglicher Preiserhöhungen.» Was das genau bedeutet, gibt offiziell niemand bekannt, da die Vertragsbedingungen offenbar Geheimhaltungsklauseln unterstehen. Eine Anfrage bei EDF ist denn auch unbeantwortet geblieben.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare