Ein Vorreiter in vielerlei Hinsicht. So präsentiert sich der Konsumgüter- und Nahrungsmittelhersteller Unilever gerne. Fokussierung durch aktive Portfoliopolitik, Nachhaltigkeit als Prinzip allen Geschäftens, Stärkung der Schwellenländer sind Themen, die der Bran­chenriese früh anpackte, manches auch früher als Konkurrenten wie etwa die Schweizer Nestlé. Erfolge stellten sich entsprechend ein, doch scheint das britisch-niederländische Unternehmen Mühe zu haben, aus der langen Phase der Transformation herauszufinden.

Die Kombination als Anbieter von Konsumgütern und Nahrungsmitteln verschafft Unilever in der Unternehmenslandschaft zu einer einzigartigen Stellung. Der Konzern misst sich mit Henkel und Reckitt Benckiser ebenso wie mit L’Oréal und Nestlé (wo die Überschneidungen allerdings klein sind), um nur die Mitbewerber aus Europa zu nennen. Gut zwei Fünftel steuert der Bereich Beauty & Personal Care (Körperpflege, Marken Dove, Lux etc.) im vergangenen Jahr zum Umsatz von 50,7 Mrd. € bei, etwas weniger war es bei Food & Refreshments (z. B. Knorr, Lipton, Magnum) und ein Fünftel stammte aus dem Bereich Home Care (Reinigungsmittel, etwa Omo, Cif).

Umbau geht weiter

Den grössten Umbau erfährt Unilevers Nahrungsmittelbereich. Die Aufstrichsparte wurde 2018 verkauft, der Bereich neugeordnet. Noch offen ist die Zukunft des Teegeschäfts (2 Mrd. € Umsatz), für das der Konzern Optionen prüft. CEO Alan Jope will in die höhermargigen Geschäftsfelder Ergänzungsnahrung und pflanzenbasierte Produkte investieren. Zuletzt übernahm Unilever die US-Gesellschaften Smarty Pants (Vitamine) und Liquid I.V. (Funktionale Getränke). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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