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Unilever hebt das Angebot für GSK-Sparte nicht an

Der Konsumgüterhersteller will das 50-Mrd.-£-Angebot für die Konsumsparte von GlaxoSmithKline nicht erhöhen.

(AWP) Unilever (ULVRl 39.16 -0.47%) will seine auf Ablehnung stossende 50 Mrd. £ schwere Kaufofferte für die Konsumgütersparte des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GlaxoSmithKline 17.49 -0.10%) nicht erhöhen. Unilever habe die von GSK am Wochenende veröffentlichten Geschäftsaussichten für die Sparte zur Kenntnis genommen, diese änderten aber nichts an der Einschätzung des Unternehmens zum fundamentalen Wert des Geschäftes. «Daher werden wir unser Angebot nicht über 50 Mrd. £ erhöhen», teilte Unilever am Mittwochabend mit. Unilever-Aktien stiegen am Donnerstag im frühen Handel an der Londoner Börse fast 2%. GSK-Aktien gaben nach.

GSK — bekannt unter anderem für Sensodyne-Zahnpasta und Fenistil-Gel – hat insgesamt drei Angebote von Unilever für das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten als zu niedrig abgelehnt und will an seinem Plan festhalten, es Mitte Jahr abzuspalten. Der Pharmakonzern ist Insidern zufolge aber bereit für Gespräche, sollte Unilever doch noch etwas drauf packen. Eine Übernahme mit diesem Volumen wäre weltweit eine der grössten seit Beginn der Corona-Pandemie und eine der teuersten in Grossbritannien überhaupt.

Unilever könnte durch einen Deal sein Schönheits- und Körperpflegeportfolio mit Marken wie Rexona oder Dove stärken. GSK würde dem Druck von Investoren nachgeben, die seit längerem auf eine Abspaltung der Konsumgütersparte und eine Fokussierung auf das Pharmageschäft drängen. Am Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten ist auch der US-Pharmakonzern Pfizer (PFE 49.86 +0.22%) mit 32% beteiligt, seit beide Gesellschaften ihre Sparten 2019 zusammenlegten.