Unternehmen / Gesundheit

Galenica: «Das Pharmageschäft ist noch zu klein»

David Ebsworth, CEO des Gesundheitskonzerns Galenica, betont im Interview mit der FuW, dass er sich die Abspaltung des Pharmageschäfts schon in ein paar Jahren vorstellen könnte.

Galenica steht vor einer spannenden Zeit. Im Bereich Pharma warten mit dem Markteintritt des Eisenpräparats Ferinject (Injectafer) in den USA, der Partnerschaft mit Fresenius Medical Care und der Herstellung eines MS-Produkts für Biogen Idec vielseitige Opportunitäten. Auch im schwierigen Retailgeschäft will der Konzern noch wachsen, wie CEO David Ebsworth im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft» ­erläutert. Dass sich die beiden sehr un­terschiedlichen Geschäftsbereiche auf lange Sicht noch gemeinsam führen lassen, wird von Bankanalysten immer ­wieder bezweifelt.

Herr Ebsworth, jetzt, wo das Pharma­geschäft von Galenica mit der Zulassung von Injectafer in den USA Schub bekommt: Ist die Abtrennung der Sparte von Retail und Logistik ein Thema?
Unser Pharmageschäft ist immer noch zu klein. Wenn wir in ein paar Jahren einen schönen Umsatzschub generieren können, dann wird es interessant. Ich glaube nicht, dass unsere Aktionäre heute den Wert bekommen würden, der unserem Potenzial entspricht. Wenn Vifor Pharma jetzt an die Börse gehen würde, dann würde es maximal ein paar Monate dauern, bis ein grösseres Unternehmen ein Kaufangebot macht. Das wäre zwar ein schnell erzielter Aufschlag für die Aktionäre. Aber ich bin überzeugt, dass Vifor Pharma langfristig mehr Wert generieren kann. Unsere Philosophie ist eine langfristige Ausrichtung.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?