Peter Rohner, Redaktor Ressort Märkte

Georg Fischer: Die Halbierung des Aktienkurses in wenigen Monaten nimmt eine globale Rezession vorweg. Wer diese Einschätzung nicht teilt, kann jetzt günstig (Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 11) Aktionär von einem Schweizer Vorzeige-Industrieunternehmen werden.

Goldminen: Sinkende US-Realzinsen – wegen stagnierender Zinsen und anhaltenden Inflationsdrucks – könnten 2019 die Wende im Goldpreis einleiten. Geht es aufwärts, steigen Goldminen schneller als Gold und sind ein Investment mit Hebel. Der ETF sorgt für Diversifikation.

Hochzinsanleihen: Wenn die Wirkung der Trump’schen Steuergeschenke nächstes Jahr nachlässt, wird sich die US-Konjunktur verlangsamen. Auch wenn in diesem Umfeld die Zinsaufschläge der Junk Bonds etwas steigen könnten, liefern die aktuellen Renditen von 7% genügend Puffer. Abzüglich der Kosten für die Währungsabsicherung sollte in Franken eine Gesamtrendite von 4% drinliegen. Denn anders als bei Emittenten mit Anlagequalität hat sich die Verschuldungssituation der Ramschunternehmen seit 2016 verbessert.

Richemont: Peking forciert den Umbau des Wachstumsmodells in Richtung mehr Konsum. Von diesem langfristigen Trend werden auch die Schweizer Luxuskonzerne profitieren. Die diesjährige Kursschwäche von Richemont ist eine Kaufgelegenheit.

Sberbank: Russland leidet unter den US-Sanktionen und dem Ölpreissturz. Das hat auch der grössten Bank zugesetzt. Die in London gehandelten GDR von Sberbank notieren auf Fünfjahrestief. Bei einem KGV von 5 ist viel Luft nach oben. Zudem hat sich das Kreditgeschäft vom Kollaps wegen der 2014 eingeführten Sanktionen erholt.

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Jeffrey Hochegger, Redaktor Unternehmen

Bucher: Die schwache Kursperformance des Maschinenbauers ist eine Kaufgelegenheit. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12 sind die Titel attraktiv bewertet. Das Unternehmen glänzt nicht nur durch eine attraktive Marge, sondern hat sich durch geschickte Akquisitionen auch in Wachstumsregionen positioniert. Davon profitieren langfristige Anleger nun zu einem günstigen Preis.

Julius Bär: Rückläufige Börsen liessen operative Erfolge 2018 dahinschmelzen. Auf dem gegenwärtigen Kursniveau dürften Unsicherheiten jedoch in den Aktienkursen enthalten sein. Aufgrund des stabilen Geschäftsmodells wird Bär auch 2019 viel Geld verdienen.

Meyer Burger: Der Solarzulieferer scheint auf keinen grünen Zweig zu kommen. Nachdem die Restrukturierung weitgehend abgeschlossen war, ist die Nachfrage eingebrochen. Zuletzt gab es aber eine positive Meldung: Meyer Burger verkündete einen Grossauftrag für ihre Heterojunction-Technologie. Ein Lichtblick, dem weitere folgen dürften.

Richemont: Der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet den Schmuck- und Uhrenhersteller. Die chinesische Währung und damit die Kaufkraft der Chinesen wird abgewertet. Eine Einigung der beiden Staaten – und damit ist zu rechnen – nimmt Druck von den Aktien.

Sensirion: Der Börsenneuling ist turbulent in den Publikumshandel gestartet. Nach einem Höhenflug handeln die Aktien um den Emissionskurs. Die Wachstumsaussichten für den Sensorspezialisten sind aber intakt. Zum Halbjahr wurden die Prognosen angehoben. Der  vermehrte Einsatz von Sensoren hält auch künftig die Nachfrage hoch.

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Adrian Blum, Ressortleiter Unternehmen

Banque Cantonale Vaudoise (BCV):  Die Waadtländer KB wird wie die Konkurrenz vom Niedrigzinsumfeld geplagt. Das dürfte im Aktienkurs grösstenteils enthalten sein. Die Bank hat die Kosten im Griff und kann dank solider Kapitalisierung ihre attraktive Dividendenpolitik fortsetzen. Die Titel dürften das Depot im schwierigen 2019 stabilisieren.

Fresenius Medical Care: Der führende Betreiber von Dialysekliniken und Anbieter entsprechender Produkte hat zuletzt die sehr hohen Erwartungen enttäuscht. Der Markt hat die Gewinnprognosen bereits deutlich nach unten korrigiert. Weil der Aktienkurs noch stärker eingebrochen ist, sind die Valoren so günstig wie lange nicht mehr.

Fuchs Petrolub Vz: Unsicherheiten über die Entwicklung der globalen Konjunktur und speziell der Automobilbranche haben die Papiere des Schmierstoffherstellers zuletzt leiden lassen. Das ist Klagen auf hohem Niveau. Auch wenn die Titel zunächst noch schwächeln: Die vielfältigen Stärken – etwa Finanzen, Innovationskraft und Marktpositionen  – werden sich bald in höheren Kursen niederschlagen.

Schaffner: Wie für viele Industrieunternehmen dürfte das Jahr 2019 auch für den Elektrospezialisten nicht einfach werden. Doch die Basis ist gelegt, um aus eigener Kraft zu wachsen, bei stabiler bis leicht steigender Marge. Gemessen daran und den Marktchancen ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Schaffner tief.

Zehnder Group: Die Aktien des Herstellers von Heizkörpern und Lüftungssystemen haben übertrieben stark korrigiert. Solide Finanzen, starke Marken und gute Marktpositionen sind eine gute Basis für das neue Management, die Margen – endlich – zu verbessern.

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Rupen Boyadjian, Redaktor Unternehmen

Goldminen: Eskaliert der Handelsstreit zwischen den USA und China und steuern wir gar auf eine Rezession zu, könnte Gold doch noch als sicherer Hafen dienen. Minenaktien sollten davon überdurchschnittlich profitieren. Anleger können mit einem Fonds partizipieren, etwa mit dem World Gold Fund Class D2 von BlackRock.

Short Mini-Future auf S&P 500: Mit einer Option, die bei fallenden Kursen an Wert gewinnt, können Anleger auf einen Abwärtstrend wetten – etwa mit einem Mini-Future auf den US-Leitindex S&P 500. Die gewählte Option hat kein Verfallsdatum und ist sehr riskant: Wenn der Index im Handelsverlauf einmal die Stopploss-Limite von zurzeit 3077 Punkten durchbricht, verfällt sie. Ausserdem reduziert sich die Limite mit der Zeit. Ende 2019 wird sie wohl etwas unter 3000 liegen.

Straumann: Unabhängig von der politischen und der wirtschaftlichen Grosswetterlage ist der Dentalimplantathersteller eine Erfolgsstory. Neue Produkte sollten dem ohnehin stark wachsenden Unternehmen im kommenden Jahr weiteren Schub geben.

Swatch Group: Gelingt ein Deal im Handelsstreit, dürfte der Uhrenhersteller überproportional profitieren. Das Unternehmen ist stark vom chinesischen Markt abhängig. Einen Vorgeschmack gab es nach positiven Tönen vom G20-Gipfel, als die Aktien zwischenzeitlich einen Kurssprung von mehr als 6% hinlegten.

Vifor Pharma: Das Biotech-Unternehmen wächst beständig und erzielt solide Gewinne. Ausserdem bietet es eine breite Pipeline. Der Aktienkurs ist dennoch wie bei anderen Biotech-Werten jüngst abgestürzt. Es ist nur eine Frage der Zeit sein, bis er sich erholt.

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Gabriella Hunter, Redaktorin Unternehmen

Bell Food: Das Basler Lebensmittelunternehmen ist längst nicht mehr nur Fleischproduzent. Dank Zukäufen im In- und Ausland hat es sich diversifiziert. Im Fokus steht der boomende Convenience-Markt. Dort verdient Bell Food bereits heute jeden vierten Franken. Die Wachstumsaussichten sind intakt, und im derzeitigen Börsenumfeld bieten die defensiven Titel Sicherheit.

Bucher: Das Industrieunternehmen hat seine Marktposition in den vergangenen Jahren ausgebaut und mit kleineren Zukäufen neues Potenzial geschaffen. Dazu weist es im Branchenvergleich hohe Margen auf. Nach den Übertreibungen 2017 sind die Aktien seit Anfang Jahr um ein Drittel eingebrochen und sind wieder attraktiv bewertet.

Georg Fischer: Auch die Aktien von Georg Fischer haben seit Jahresbeginn rund 40% korrigiert. Das Ausmass ist nicht gerechtfertigt. Die Industriegruppe hat die Profitabilität zuletzt stetig erhöht. Mit der jüngste Devestition sinkt zudem die Konjunkturanfälligkeit weiter.

Komax: Die Fokussierung auf die Kabelverarbeitung macht sich für Komax bezahlt. Dank selbstfahrenden Autos und Elektrofahrzeugen wächst die Nachfrage nach Kabeln für die Automobilindustrie schneller als der Absatzmarkt. Auch dürften sich die Margen weiter verbessern. In den Aktien hat sich das noch nicht niedergeschlagen.

Nestlé: CEO Mark Schneider baut den weltgrössten Lebensmittelkonzern bedächtig, aber stetig um. Bis 2020 sollen über Transaktionen 10% des Umsatzes umgeschichtet werden, und das ist wohl erst der Anfang. Die Transformation weckt Wachstumsfantasien. Zudem gehören die Aktien zur Absicherung ins Portfolio.

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Clifford Padevit, Stv. Chefredaktor

Dätwyler:  Die Margen des Industriekonzerns Dätwyler sind beneidenswert, und Mitte November wurden die Ziele für 2018 bestätigt. Zudem wird vielleicht bald die tiefmargige Handelssparte verkauft, was den Titeln zusätzlich Fantasie verleiht. Das Unternehmen ist solide finanziert und nach dem Kursrutsch nicht zu teuer.

Pernod Ricard:  Alkohol wird immer getrunken, und wenn es schlecht geht, erst recht. Wenn man Pastis nicht mag, so hat der Getränkekonzern weltweit bekannte Getränke anzubieten, wie Absolut Vodka, Havana Club und Beefeater. Der Einstieg des Aktivistenfonds Elliott rüttelt den etwas trägen französischen Konzern unter der Führung der dritten Generation der Ricard-Familie wach.

Temenos:  Die Aktien des Genfer Bankensoftwarehauses sind trotz gutem Wachstum im Ausverkauf unter die Räder gekommen, dabei wurden erst noch die Jahresziele erhöht. Der Trend, den Temenos reitet, geht zudem weiter. Banken suchen nach günstigen und effizienten Lösungen, um ihre alten Informatiksysteme abzulösen.

Unilever:  Defensive Titel stabilisieren das Portfolio, und dazu eignen sich Unilever bestens.  Mit starken Marken, von Knorr über Cif bis Axe, ist die Marktstellung des Konsumgüterherstellers einmalig. Auf diese Namen wollen Konsumenten nicht verzichten.

VAT:  Dem führenden Produzenten von Vakuumventilen für die Chipherstellung, VAT, läuft es nicht gut. Der Zyklus der Halbleiterindustrie wirkt sich aus, und es ist riskant, schon jetzt auf eine Erholung zu setzen. Aber man soll kaufen, wenn im übertragenen Sinn Kanonen donnern, das wussten schon die Rothschilds.

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Valentin Ade, Redaktor Unternehmen

Banque Cantonale Vaudoise: Sollte man Aktien von nur einer Kantonalbank kaufen wollen, müssen es die der Waadtländer Staatsbank sein. Keine andere KB hat ein derart diversifiziertes Geschäft, keine andere zahlt eine derart fürstliche Dividende. Unter den sicheren KB-Werten ist die Banque Cantonale Vaudoise der Primus.

Fielmann: Der deutsche Optiker ist nicht umsonst die Nummer eins unter den Brillenverkäufern. Grosse Auswahl, günstige Preise, exzellenter Service. Dazu arbeitet das familiengeführte Unternehmen an digitalen Innovationen. Das Potenzial der Aktien wird vom Markt unterschätzt, die Titel sind günstig.

Novartis: Im derzeit schwierigen Marktumfeld bietet Novartis Stabilität. Das Pharmaunternehmen steht für konstantes Wachstum und eine attraktive Dividende. Der neue CEO Vasant «Vas» Narasimhan forciert den Umbau der Gesellschaft und fokussiert stärker auf höhermargige Spitzenmedizin. Die Aktien des Weltkonzerns gehören in jedes Portfolio.

Dax: Wenn wir einmal davon ausgehen, dass die Aktienmärkte auch 2019 mit einem Verlust schliessen, dann dient ein Short ETF zum Beispiel auf den deutschen Leitindex Dax zur Absicherung. Aber aufgepasst: Man wettet hier gegen einen über hundert Jahre währenden Trend, denn die Aktienmärkte wachsen meistens.

Sika: Auf der Suche nach einem Schweizer Qualitätstitel, den der Markt im Moment unter Wert taxiert? Sika, lautet die Antwort. Der Bau- und Industriechemiekonzern wächst seit Jahren stark und wird damit nicht aufhören, die Aktien werden nachziehen.

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Philippe Béguelin, Ressortleiter Märkte

Celgene: Der US-Biotech-Konzern hat eine Pechsträhne hinter sich. Schwache Studienresultate und eine verwehrte FDA-Zulassung haben auf den Kurs gedrückt. Auch verliert das wichtige Krebsmedikament Revlimid 2022 den Patentschutz. Inzwischen nimmt die Aktie aber viel Negatives vorweg. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 2019 von 6 ist Celgene deutlich günstiger als Gilead, Biogen oder Amgen.

EssilorLuxottica: Warren Buffett hat den Begriff «Economic Moat» popularisiert – ein Burggraben, der es Unternehmen erlaubt, langfristig die Marktstellung und die Margen zu sichern. Einen solchen besitzt auch der Konzern, der aus dem Brillenhersteller Luxottica und dem Brillenglasspezialisten Essilor hervorgegangen ist. Gleichzeitig profitiert er vom weltweit stark wachsenden Bedarf an Sehhilfen.

Geberit: Enttäuschende Entwicklungen in wichtigen Absatzmärkten haben den Schweizer Sanitärtechniker in Mitleidenschaft gezogen.  Nach dem jüngsten Kursrücksetzer sind die Valoren – gerade für ein Unternehmen mit dem Wachstumspotenzial und den Margen von Geberit – angesichts eines KGV 2019 von 20 jedoch attraktiv bewertet.

Micron Technology: Wie die gesamte Branche hat auch der US-Speicherchipkonzern Micron ein schwieriges 2018 hinter sich. Neue Technologien, die Diversifikation der Endmärkte sowie höhere Effizienz dürften die Zyklizität des Geschäfts verringern und die Profitabilität verbessern – trotz schwierigem Umfeld.

Schindler: Der Schweizer Fahrtreppen- und Aufzughersteller ist kaufenswert – auch weil das Servicegeschäft eine gewisse Stabilität vermittelt. Unter 200 Fr. bieten die Titel eine gute Einstiegschance.

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