Märkte / Makro

Unsicherheit meldet sich zurück

Die globale Ungewissheit auf der wirtschaftspolitischen Ebene hat deutlich zugenommen. Das dürfte auch die Finanzmärkte in Mitleidenschaft ziehen.

Politische Börsen haben kurze Beine. So lautet zumindest ein bekanntes Anleger-Bonmot, wonach Ereignisse wie Präsidentschaftswahlen die Märkte jeweils nur kurzzeitig beeinflussen. Die vergangenen Monate haben allerdings eines gezeigt – dass sich die globalen Börsen eben doch nicht der Nervosität entziehen können, die durch Problemherde wie den sino-amerikanischen Handelskonflikt verursacht werden.

Wie sich die wirtschaftspolitische Unsicherheit entwickelt, ist deshalb auch für die Finanzmärkte relevant. Grosse Beachtung erhalten aus diesem Grund die Economic Policy Uncertainty Indizes der drei Ökonomen Scott Baker, Nicholas Bloom und Steven Davis. Sie quantifizieren die herrschende Nervosität mittels Schlagwortsuche in den wichtigsten nationalen Tageszeitungen. Es wird die Häufigkeit von Zeitungsartikeln gemessen, in denen gleichzeitig Begriffe zu Ökonomie, Wirtschaftspolitik und Unsicherheit vorkommen. Damit werden Berichte abgedeckt, die sich mit der Regulierung, Struktur- und Steuerreformen, Fiskal- und Geldpolitik oder Ähnlichem befassen.

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