Märkte / Aktien

Unternehmen drängen auf US-Börsenparkett

Unbeeindruckt von der Coronakrise wagen aussergewöhnlich viele Gesellschaften den Schritt an die Börse. Ein Grund ist die Nachfrage. Neulinge sind gesucht.

Es ist ein heisser Sommer. So viele Unternehmen wollen sich in den USA kotieren lassen wie selten zuvor. 41 Gesellschaften wagten im Juni den Börsengang. Das ist der Höchstwert der vergangenen Dekade, wie Analystin Sara Potter vom Finanzmarktdatenanbieter Factset schreibt. Ein Grund für das hohe Angebot im Juni sind zwar die in den ­Vormonaten verschobenen Börsengänge, aber auch im Quartalsvergleich konnte mit 66 Initial Public Offerings (IPO) eine Steigerung von 50% gegenüber dem Vorquartal registriert werden.

Doch nicht nur das. Wegen der Börsengänge in Milliardenhöhe vom Pharmaunternehmen Royalty Pharma (2,2 Mrd. $), von der Plattenfirma WarnerMusic (1,9 Mrd. $) sowie dem Datenanbieter Dun & Bradstreet (1,7 Mrd. $) stieg auch das Volumen der Börsengänge. Von der Coronakrise ist nicht viel zu sehen. Damit unterscheidet sich die aktuelle Risikofreude deutlich von der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009. Damals dominierte Zurückhaltung. Während des Schlussquartals 2008 und des Anfangsquartals 2009 gingen gemäss IPO-Spezialist Renaissance Capital je nur ein Unternehmen an die Börse.  

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