Märkte / Makro

Unternehmen in Europa mit viel mehr Zuversicht

Die Einkaufsmanagerindizes steigen rasant. Doch Euphorie wäre verfrüht.

Mit einem solch steilen Anstieg haben die Ökonomen nicht gerechnet: Am Dienstag wurden die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für Deutschland, Frankreich, die Währungsunion insgesamt und für das Vereinigte Königreich veröffentlicht. Das Bild ist einheitlich: Sowohl in der verarbeitenden Industrie als auch im Dienstleistungssektor hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt.

Der aus beiden Wirtschaftssektoren ­zusammengefasste PMI der Eurozone springt von 31,9 im Mai auf 47,5 im Juni, höher als von den Ökonomen erwartet. Damit nähert sich der Frühindikator der Wachstumsmarke von 50 an. Der Absturz vom März und April wurde annähernd gutgemacht. Doch vor übermässiger Euphorie muss gewarnt werden: Der PMI misst die Veränderung der Wirtschaftsaktivität zum Vormonat. Werte unter 50 bedeuten Kontraktion. Das Niveau von 47,5 in der Eurozone ist so zu interpretieren, dass die Aktivität nach wie vor rückläufig ist, wenn auch in vermindertem Ausmass.  

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