Märkte / Makro

Unternehmen verdoppeln ihr Emissionsvolumen in Anleihen

Besonders im April saugen sich die Schuldner am Obligationenmarkt mit Liquidität voll, nachdem zuvor während rund eines Monats fast nichts mehr ging.

Ob ­es dieses Jahr die üblichen Sommer­ferien am Emissionsmarkt für Franken­obligationen gibt, ist noch gar nicht aus­gemacht. «Die Furcht vor einer zweiten Pandemiewelle, dem Brexit, den US-Wahlen oder geopolitischen Schwankungen kann zu mehr Angebot führen», sagt das Zürcher Anleihenteam der Commerzbank in einer aktuellen Markteinschätzung ­voraus. Entsprechend müssen sich wohl die begleitenden Banken und die Inves­toren darauf einstellen, den Schweizer ­Unternehmen frische Mittel zu besorgen – zur Not aus dem Ferien-Homeoffice.

Worauf der Kommentar anspielt, hat sich in diesem Jahr mitten in der Coronapandemie bereits einmal gezeigt. «Im ­ersten Halbjahr 2020 waren die Schweizer Unternehmen auf dem Anleihenmarkt deutlich aktiver», schreiben die Kredit­analysten der Credit Suisse. Unternehmen glichen ihre Umsatzeinbussen aus, die sie während des wirtschaftlichen Stillstands verkraften mussten. Andere bauten Reserven auf: «Die Unternehmen waren kurz nach Ausbruch der Krise darauf bedacht, Liquidität zu sichern, und haben sich diese vor allem am Anleihenmarkt beschafft», schreiben die CS-Fachleute ­begleitend zum diese Woche veröffentlichten Kredithandbuch.

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