Unternehmen / Gesundheit

Unterschätzte Coronamedikamente

Die Börsen schauen nur auf die Impfstoffanbieter. Doch aggressivere Virusvarianten und verbreitete Impfskepsis werden auch Medikamente zu einem Milliardengeschäft machen.

Obschon die Hospitalisierungsraten dank dem Impffortschritt stark zurückgehen, rechnen viele Pharmaanalysten mit einem anhaltenden Bedarf für Coronanedikamente. «Vor allem Therapeutika, die gegen alle Virusmutationen wirken, werden nachgefragt sein», sagt Olga Smolentseva, Biotech-Analystin der Investmentbank Bryan, Garnier & Co.

Sie verweist beispielhaft auf das US-Biotech-Unternehmen Humanigen. Vor einem knappen Monat hat es bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Antrag auf Notfallzulassung eingereicht. Sein Antikörper Lenzilumab soll ähnlich wie der Peptidwirkstoff von Relief Therapeutics bei hospitalisierten Patienten die überschiessende Immunreaktion, den sogenannten Zytokinsturm, dämpfen. Das Mittel sollte für alle Virusvarianten wirken. Smolentseva rechnet damit, dass es die Notfallzulassung erhält.

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