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Untersuchung gegen Swissquote eröffnet

Die Regulierungsstelle der Schweizer Börse SIX (SER) hat eine Untersuchung gegen Swissquote in Gang gesetzt.

(AWP) Die Regulierungsstelle der Schweizer Börse SIX (SER) hat eine Untersuchung gegen Swissquote (SQN 126.00 +3.03%) eröffnet. Die Onlinebank hat möglicherweise die Vorschriften zur Ad-hoc-Publizität verletzt.

Dafür hätten sich im Rahmen einer Vorabklärung genügende Anhaltspunkte ergeben, schrieb die SER am Donnerstag in einem Communiqué. Die mutmassliche Verletzung stehe im Zusammenhang mit der Bekanntgabe von kursrelevanten Tatsachen.

Die SER «prüft im Rahmen der Untersuchung, ob tatsächlich eine Verletzung der Regularien vorliegt. Es werden keine Auskünfte über das laufende Verfahren erteilt.» Die Regulierungsstelle werde über den Ausgang des Verfahrens informieren, hiess es.

Swissquote seinerseits gab technische Probleme bei der Veröffentlichung des Halbjahresergebnisses am 16. Juni 2021 als Grund an: Swissquote habe die SER sowie die schweizerischen und internationalen Medien innerhalb der vorgeschriebenen Frist über das Rekordresultat des ersten Semesters informiert. Damit habe der Markt die entsprechenden Informationen rechtzeitig vor der Markteröffnung erhalten, hiess es.

«Der Versand der Medienmitteilung an die beim Swissquote Portal registrierten Personen erfolgte jedoch aufgrund eines technischen Problems erst kurz vor 10.00 Uhr MEZ an diesem Tag», schrieb die Bank in einer Stellungnahme.

Die Nachrichtenagentur AWP hatte damals um kurz nach 7 Uhr über das Rekordergebnis berichtet. Börsenrelevante Informationen müssen 1,5 Stunden vor Handelsbeginn um 9 Uhr veröffentlicht werden.