Unternehmen / Schweiz

UPC verliert auch im zweiten Quartal Umsatz

Die Tochter des britischen Kabelnetzgiganten Liberty Global spürt den Konkurrenzkampf. Der Umsatz schrumpft auf 327 Mio. Fr.

(AWP) Die Kabelnetzbetreiberin UPC hat im zweiten Quartal erneut Federn lassen müssen. Der Umsatz schrumpfte um 1,9% auf 327 Mio. Fr., wie die Tochter des britischen Kabelnetzgiganten Liberty Global (LBTYA 26.8 -2.23%) am Donnerstag in einem Communiqué mitteilte.

Damit hat sich die Erosion beschleunigt. Im ersten Quartal hatte das Minus noch 1,4% betragen. «Der Rückgang ist vorwiegend dem stark umkämpften Markt geschuldet», erklärte UPC Schweiz-Chef Eric Tveter. Der Konkurrenzkampf hat in den letzten Monaten deutlich an Schärfe gewonnen.

Die Kabelnetzbetreiberin habe bei den Privatkunden Abonnenten und Umsatz verloren. Ganz anders sehe es bei den Geschäftskunden aus, wo UPC um über 20% zugelegt habe. «Das überdurchschnittliche Wachstum in diesem Bereich freut uns sehr», erklärte Tveter, der am 1. September den Chefposten an die Rumänin Severina Pascu abgibt und Verwaltungsratspräsident von UPC Schweiz wird.

TV lässt Federn

Im Kerngeschäft Fernsehen ging der Aderlass weiter. Dort zählte UPC noch 1,135 Mio. Kunden. Das sind 36’000 Abonnenten weniger als Ende März.

Die Festnetztelefonie büsste zwischen April und Juni 5’000 Kunden ein und zählt noch 530’000 Abonnenten. Im Internet betrug der Rückgang gegenüber dem ersten Quartal 13’000 Kunden auf noch 725’000 Abonnenten.

Einzig in der kleinen Mobilfunksparte konnte UPC zulegen. Die Zahl der Handynutzer stieg um 8’000 auf 129’000 Kunden. Der etwas stärkere Anstieg als im Vorquartal sei auch den attraktiven Angeboten zu verdanken, die die Benutzung des Handys in der EU (sog. Roaming) beinhalten würden.

Hoffnung setzt Tveter in den Wechsel des Mobilfunks von Salt zur Swisscom (SCMN 458.1 -0.65%) voraussichtlich im nächsten Jahr: «Dank der sehr guten Netzabdeckung werden wir für weitere glückliche Momente sorgen können.»

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