Märkte / Makro

Jobboom wird den USA zum Verhängnis

Analyse | Der amerikanische Arbeitsmarkt ist so stark wie lange nicht mehr. Doch das stützt auch die hohe Inflation. Experten glauben, dass jetzt nur noch eines helfen kann.

Der US-Arbeitsmarkt boomt und macht es der US-Notenbank Fed immer schwerer, die hohe Teuerung zu bekämpfen. Wie das US-Arbeitsdepartement am Freitag mitgeteilt hat, wurden im Juli 528’000 Stellen geschaffen.

Erwartet worden waren nur 250’000. Der Vormonatswert wurde auf 389’000 nach oben korrigiert. Damit liegen die Zahlen nach wie vor weit über dem Schnitt der fünf Jahre vor der Pandemie. Die USA haben nun mehr Jobs als vor Corona.

Die Arbeitslosenquote fällt auf 3,5% und ist damit rekordverdächtig tief. Ungehindert steigen die Löhne mit einem Plus von 5,2% im Vorjahresvergleich und 0,5% zum Juni. Das liegt entscheidend an der Beteiligungsquote, die mit 62,1% weiter deutlich unter dem Niveau von vor der Pandemie notiert.

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Leser-Kommentare

oliver schmid 08.08.2022 - 13:48
Der Jobboom ist nur die Konsequenz des zulange “Zuschauen” des Inflationsanstiegs. Hätte man früher die Zinsen erhöht, wären wir jetzt nicht in der Situation, dass man dafür eine Rezession riskieren muss. Immerhin hat es das FED zuerst eingesehen. Die EZB hat nun einfach grosses Glück, das der Ukraine Krieg Europa mehr bremst als die USA. Sonst würde es für Frau… Weiterlesen »