Märkte / Makro

Covid bremst Erholung des US-Arbeitsmarktes

Die neuen Stellen liegen klar unter den Erwartungen. Doch die Arbeitslosen- und die Erwerbsquote zeigen in die richtige Richtung.

Der US-Arbeitsmarkt hat im November auf den ersten Blick enttäuscht. Wie der Bericht des Statistikbüros des US-Arbeitsdepartements (BLS) zeigt, wurden im vergangenen Monat ausserhalb der Agrarwirtschaft nur 210’000 Jobs geschaffen. Das sind 336’000 weniger als im Vormonat, dessen Wert um 15’000 nach oben revidiert wurde. Der vom September wurde gar um 67’000 auf 379’000 erhöht. Damit bleibt die Realität hinter den Erwartungen zurück. Ökonomen hatten im Schnitt mit rund 550’000 neuen Stellen gerechnet.

Deutlich besser als erwartet fällt hingegen die separat erhobene Arbeitslosenquote aus. Sie ist von 4,6 auf 4,2% gesunken. Erwartet wurde ein Wert von 4,5%. Der Grund ist, dass gemäss der separaten Umfrage 1,1 Mio. Amerikaner im November eine Stelle gefunden haben. Insgesamt sind 594’000 Personen neu in den Arbeitsmarkt eingetreten, womit die Zahl der Arbeitslosen um 542’000 auf 6,9 Mio. gefallen ist. Damit nähert sich die Arbeitslosenrate dem Wert von vor der Pandemie. Im Februar 2020 lag die Quote mit 5,7 Mio. Arbeitslosen bei 3,5%.

Erwerbsquote entscheidend

Am meisten Stellen geschaffen wurden im Dienstleistungsbereich, im Logistiksektor, auf dem Bau und in der Industrie. Enttäuschend war nach dem kräftigen Zuwachs in den Vormonaten hingegen das Freizeit- und Gastgewerbe. Im Detailhandel gab es sogar substanziellen Stellenabbau. Im Schnitt erfährt der US-Arbeitsmarkt in diesem Jahr einen monatlichen Jobzuwachs von 555’000. Seit April 2020 wurden damit 18,5 Mio. Stellen neu besetzt. Bis die Lücke zum Höhepunkt von vor der Krise geschlossen ist, braucht es aber noch 3,9 Mio. Stellen.

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