Unternehmen / Ausland

US-Arbeitsmarkt enttäuscht

In den Vereinigten Staaten werden deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Gründe gibt es mehrere.

Damit hatte kaum jemand gerechnet. Die US-Wirtschaft hat im April statt wie von den Ökonomen im Konsens erwartet nicht mehr als 1 Mio. Stellen besetzt, sondern nur deren 266’000. Eine herbe Enttäuschung. Das geht aus dem am Freitag publizierten Bericht des Statistikamtes BLS hervor.

Doch damit nicht genug. Zudem wurde das Stellenwachstum der beiden Vormonate um 78’000 nach unten revidiert, denn im März betrug der Wert statt 916’000 nur 770’000, wohingegen er im Februar von 468’000 auf 536’000 erhöht wurde.

Im Mittel wurden in den vergangenen drei Monaten ausserhalb der Agrarwirtschaft 524’000 Arbeitsplätze geschaffen. Ginge es in diesem Tempo weiter, würde es sechzehn Monate dauern, bis der US-Arbeitsmarkt das Niveau von vor der Pandemie erreicht und die Zahl der 8,2 Mio. gestrichenen Stellen wieder geschaffen hätte.

Nicht im Gleichgewicht

Das Stocken der Arbeitsmarkterholung hat sich abgezeichnet. Von Grosskonzernen wie Apple und Domino’s Pizza bis hin zu den kleinen Geschäften wie Quartierläden und Restaurants, alle klagen sie darüber, wie schwierig es ist, Arbeitskräfte einzustellen. Besonders akut ist die Lage für kleine und mittelgrosse Unternehmen (KMU). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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