Märkte

Der US-Arbeitsmarkt enttäuscht

Im Januar wurden in Amerika weniger Stellen geschaffen als erwartet. Der Rückgang der Arbeitslosenquote auf 6,3% erfreut nur auf den ersten Blick.

Der US-Arbeitsmarkt bietet derzeit kaum Grund zur Freude. Im Januar wurden in den Vereinigten Staaten gerade einmal 49 000 Stellen geschaffen. Das geht aus dem am Freitag publizierten Bericht des Statistikamtes BLS hervor. Erwartet wurde von den Auguren im Mittel ein Plus von 105 000. Enttäuschend war zudem die Korrektur der Vormonate. Für November wurde das Stellenplus um 72 000 auf 264 000 reduziert, und für Dezember wurde das Stellenminus um 87 000 auf 227 000 erhöht. 

In den vergangenen drei Monaten hat die US-Wirtschaft im Durchschnitt nur 29 000 Arbeitsplätze geschaffen. Das ist eine deutliche Verlangsamung im Vergleich zu den Monaten zuvor. Ginge die Erholung in diesem Tempo weiter, würde es fast 29 Jahre dauern, bis die Wirtschaft die Lücke von 9,9 Mio. Stellen geschlossen hätte, die die Coronapandemie verursacht hat. Schwach war zudem, dass von den 49 000 im Januar geschaffenen Stellen nur deren 6000 in der Privatwirtschaft kreiert wurden.

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