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US-Behörden gehen möglicher Manipulation bei GameStop nach

Das US-Justizministerium und der Staatsanwalt von San Francisco beschäftigten sich mit der Ursache der Aktienrally.

(Reuters) US-Behörden untersuchen einem Medienbericht zufolge, ob Marktmanipulationen zu der Aktienrally bei dem Videospielhändler GameStop und bei der Kinokette AMC geführt haben. Das Justizministerium und der Staatsanwalt von San Francisco hätten Informationen von Brokern wie Robinhood und Social-Media-Firmen angefordert, die im Zentrum des Handels gestanden hätten, berichtet das «Wall Street Journal» (WSJ) am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Robinhood spielte eine zentrale Rolle bei den konzertierten Käufen von Kleinanlegern, die Hedgefonds in die Bredouille gebracht und die Börsen weltweit in Unruhe versetzt hatten.

Zudem habe die US-Derivateaufsicht CFTC eine vorläufige Untersuchung eröffnet, ob ein mögliches Fehlverhalten bei Handel mit Silber-Futures vorgelegen habe, berichtet das Blatt weiter. Beim Justizministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Spekulative Käufe hatten die Aktien von GameStop und anderen Titeln zuletzt in schwindelerregende Höhen getrieben und anschliessend stark schwanken lassen. Kleinanleger hatten mit konzertierten Käufen Hedgefonds zur Auflösung von Wetten auf den Verfall des GameStop-Kurses gezwungen. Auch bei Silber (Silber 27.43 +1.29%) und der Krypto-Devise Ripple hatte es zuletzt heftige Kursbewegungen am Markt gegeben.