Märkte / Aktien

US-Abschlüsse legen Marktrisiken offen

An Wallstreet ist die Berichtssaison zum vierten Quartal in vollem Gange. Die Ergebnisse sind durchaus solide, doch die Gewinnprognosen bleiben zu hoch.

Fulminant sind die globalen Aktienmärkte ins neue Jahr gestartet. Mit einer Januar-Avance von rund 8% – der besten Monatsperformance seit Oktober 2015 – hat der amerikanische Leitindex S&P 500 fast die gesamten Verluste aus dem Dezember wettgemacht. Ist also alles wieder in Butter und die Krise ausgestanden? Nicht unbedingt: Die laufende Berichtssaison zum vierten Quartal mag bislang durchaus ordentliche Ergebnisse liefern. Der Trend in den Gewinnaussichten deutet allerdings an, dass den Börsen womöglich weiteres Ungemach droht.

Die Eintrübung der Aussichten lässt sich an den Gewinnrevisionen der Analystengilde ablesen. Sie werden in der Regel über die Differenz zwischen positiven und negativen Prognoseänderungen gemessen – und als Prozentsatz aller Gewinnrevisionen ausgedrückt. Anfang 2018 sorgte die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump dafür, dass die Erwartungen massiv nach oben geschraubt wurden. Inzwischen ist dieser Schub nicht nur verpufft, sondern sind die Revisionen in negatives Terrain gerutscht. So notiert der Dreimonatsdurchschnitt im S&P 500 aktuell bei –5,8 Prozentpunkten.

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