Märkte / Makro

US-Einfuhrpreise steigen moderater

Die US-Importe verteuerten sich im April weniger stark. Die Daten deuten trotzdem auf einen anhaltend hohen Inflationsdruck hin.

(Reuters) Die Einfuhrpreise lagen um 12,0% höher als ein Jahr zuvor, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Im März hatte es noch ein Plus von 13,0% gegeben. Im Vergleich zum Vormonat stagnierten sie diesmal sogar, da sinkende Benzinpreise die Verteuerung etwa bei vielen Nahrungsmitteln wettmachte. Hier hatten von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen einen Anstieg von 0,6% vorausgesagt.

Die Daten deuten dennoch auf einen anhaltend hohen Inflationsdruck hin. Auch die US-Verbraucherpreise sind im April nicht mehr ganz so stark gestiegen wie noch im Vormonat: Die Teuerungsrate fiel auf 8,3% von 8,5% im März. Materialengpässe und erhöhte Energiekosten auch als Folgewirkung des Kriegs in der Ukraine sorgen allerdings für anhaltenden Preisdruck.

Die US-Notenbank Fed will die Inflation mit steigenden Zinsen wieder einfangen. Sie hat jüngst den grössten Zinsschritt seit 22 Jahren gemacht und will nachlegen, um der Teuerung Einhalt zu gebieten. Höhere Zinsen machen Kredite für Investitionen und Konsum teurer, was Nachfrage und Preisauftrieb abschwächen kann.