Märkte / Makro

US-Detailhändler verzeichnen nur leichtes Plus

Im Oktober haben Detailhändler weniger eingenommen als erwartet. Die Erholung schwächt sich somit ab.

(Reuters) Die Erholung der US-Detailhändler von den Pandemie-bedingten Umsatzeinbrüchen hat sich im Oktober abgeschwächt. Die Händler nahmen im Oktober nur 0,3% mehr ein als im Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,5% gerechnet. Im September hatte es noch einen Zuwachs um 1,6% gegeben. Der private Konsum – zu dem der Detailhandel beiträgt – ist eine tragende Säule der US-Wirtschaft.

Der US-Währungshüter Raphael Bostic sieht die jüngsten Zahlen als mögliches Zeichen der Schwäche. Vielleicht gehe einigen Verbrauchern in der Krise das Geld aus, da sie finanziell an Grenzen stossen würden, sagte der Chef des Notenbankbezirks Atlanta dem Sender CNBC. Die Federal Reserve dringt seit längerem vergeblich darauf, dass der Kongress ein neues Hilfspaket auf dem Weg bringt. «Ohne staatliche Hilfen wird es für die US-Wirtschaft über den Winter hinweg wirtschaftlich ungemütlich werden», meint Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Eigentlich sei davon auszugehen gewesen, dass sich die US-Wirtschaft mit soliden Einzelhandelsumsätzen im Oktober etwas «Speck anfressen» könne: «Der Puffer fällt nun relativ knapp aus.» Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare