Märkte / Makro

US-Arbeitsmarkt im Schatten des Ukrainekriegs

Die Zahlen unterstützen einen strafferen Fed-Kurs. Doch die Aggressionen Russlands sorgen für neue Probleme.

Der US-Arbeitsmarkt läuft weiterhin unter Volldampf. Im Februar sind laut dem ­Statistikbüro BLS 678’000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen worden. Erwartet wurden 423’000 neue Jobs. Bereits im Januar fielen die Zahlen mit 467’000 überaus stark und weit über den Erwartungen aus. Diese Daten wurden nun nochmals auf 481’000 nach oben ­revidiert. Im Dezember wurden neu 588’000 Stellen geschaffen statt die zuvor gemeldeten 510’000.

Das Jobwachstum im Februar geschah laut BLS über die gesamte Wirtschaft ­hinweg. Einen Zuwachs verzeichneten ins­besondere die Branchen Hotellerie und Gastwirtschaft, professionelle und Unternehmensdienstleistungen, Gesundheitswesen und Bau. Damit fehlen nur noch gut eine halbe Million Jobs zum Niveau vor der Pandemie. Es wird erwartet, dass das in diesem Jahr rasch wieder erreicht wird. «Die Omikron-Welle ist hinter uns, und die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird nun ­laufend zunehmen», sagt Julia Coronado, Gründerin von MacroPolicy Perspec­tives zur Nachrichtenagentur Bloomberg.

Weiterhin Personalmangel

Weiterhin herrscht allerdings Personalmangel und das ebenfalls über fast alle Branchen hinweg. Das zeigt sich in der ­Beschäftigungsquote, die mit 62,3% (62,2% im Vormonat) weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor der Pandemie liegt. Das heisst, viele Per­sonen, die eigentlich am Arbeitsmarkt teilnehmen könnten, bleiben ihm fern.

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