Märkte / Makro

US-Firmen schaffen deutlich weniger Jobs als erwartet

Aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Infektionen in den USA, geht die Anzahl der Neueinstellungen wieder zurück

(Reuters) Die US-Unternehmen haben sich im November angesichts steigender Corona-Infektionen mit Neueinstellungen zurückgehalten. Unter dem Strich entstanden in der Privatwirtschaft 307’000 Arbeitsplätze, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgehrt. Von Reuters befragte Experten hatten dagegen mit 410’000 neuen Jobs gerechnet. Im Oktober lag das Plus noch bei 404’000, im September sogar bei 754’000.

Die US-Wirtschaft hatte sich erst im Sommerquartal mit einem Rekordwachstum aus der schweren Corona-Krise befreit. Allerdings steigt inzwischen die Zahl der Infizierten wieder deutlich, weshalb Unternehmen zurückhaltender bei Neueinstellungen geworden sein könnten. Im November starben mehr als 35’000 Amerikaner am oder mit dem Virus.

Die Industriestaaten-Organisation OECD geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im laufenden vierten Quartal um 3,2% niedriger ausfallen dürfte als ein Jahr zuvor. Die US-Regierung und der Kongress haben sich bislang nicht auf ein billionenschweres neues Corona-Konjunkturprogramm einigen können, auf das die Wirtschaft und viele Bürger dringend angewiesen sind.

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