Unternehmen / Ausland

US-Grossbanken bleiben regulatorisch unter Druck

Der Financial Choice Act soll Obamas Finanzreform Dodd-Frank aufweichen, um Banken mehr Spielraum zu geben. In der aktuellen Form hat die Vorlage jedoch kaum eine Chance.

Kaum eine Branche hat den Regierungswechsel in Washington mit mehr Beifall begrüsst als die amerikanischen Grossbanken. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump bewegt sich aber enttäuschend wenig, was lockerere Regeln und geringere Steuern für ­Kolosse wie J. P. Morgan Chase, Bank of America und Goldman Sachs betrifft. Der bislang einzige konkrete Vorstoss zur ­Aufweichung des Finanzmarktgesetzes Dodd-Frank ist der Financial Choice Act, über den der Kongress voraussichtlich am Donnerstag abstimmt.

Der Reformvorschlag soll Banken vor eine simple Wahl stellen: Bauen sie ihre ungewichtete Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) auf 10% oder mehr aus, sind sie von zentralen Auflagen des Dodd-Frank-Gesetzes befreit. Dazu zählen allen voran die Kapital- und Liquiditätsanforderungen gemäss dem internationalen Regelwerk Basel III, gegen das sich die Branche von Anfang an heftig gewehrt hatte. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?