Unternehmen / Konsum

US-Hedge-Fund setzt Nestlé unter Druck

Analyse | In einem Brief erklärt Dan Loeb vom US-Hedge-Fund Third Point, warum er 3,3 Mrd. Fr. in Nestlé investiert. Er fordert grosse Schritte. Die Börse applaudiert.

Sieben Seiten lang ist der Brief an die Investoren von Third Point. Er erklärt den Geldgebern, warum der Hedge Fund neu 40 Mio. Aktien des Nahrungsmittelkonzerns im Wert von 3,3 Mrd. Fr. hält. Die Worte haben Gewicht: Im Tagesverlauf gewinnt Nestlé 11 Mrd. Fr. an Wert. Der Brief geht primär an die Investoren und nicht an Nestlé. Das ist entscheidend.

Denn Third Point fordert keine Revolution. Kein Köpferollen, wie das der aktivistische Investor in der Vergangenheit bei Unternehmen wie Yahoo und Sotheby’s erreicht hat. Damals zwang Dan Loeb, Gründer und Kopf von Third Point, die Unternehmen in die Knie. Bei Nestlé will er das nicht.

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Leser-Kommentare

Jürg Brechbühl 26.06.2017 - 08:16

Ich gehe einmal davon aus, dass sich diesmal ein amerikanisches Grossmaul überlüpft. Zudem frage ich mich, woher einer soviel Geld nimmt, dass er ein Prozent von Nestle kaufen kann.

Herbert Gantenbein 26.06.2017 - 10:05

Haben Sie in der Sonntagszeitung vom 18.6.2017 (S.34) den Artikel “Die wahren Abzocker” gelesen…? Wenn nicht, absolut nachholen ! Die 25 reichsten amerikanische Hedgefonds-Manager kassieren total 11 Mrd !!
Bei dieser Transaktion geht es nur um Geld und zwar VIEL GELD – alles andere ist Beilage… “The Wolf of Wall Street” lässt grüssen… !!

Michael Gerstenberg 27.06.2017 - 01:25

Wegen einem Hedgefond wird Nestle nicht unter Druck kommen, vielleicht setzt sich Herr Loeb selbst unter Druck. Überheblichkeit kommt bekanntlich vor dem Fall. Herr Schneider bedarf des Vertrauens und der Einmischung dieses “Finanzhaies” – welch blöder Begriff – nicht!