Märkte / Makro

«US-Immobilien geben Anlass zur Sorge»

Der Nobelpreisträger Robert Shiller und der stellvertretende CIO von DoubleLine Jeffrey Sherman finden, die Märkte haben zu stark korrigiert.

Gregor Mast und Sandro Rosa

Robert Shiller und Jeffrey Sherman vereinen eine geballte Ladung an Anlagekompetenz. Ersterer ist Nobelpreisträger und Vorreiter der Verhaltensökonomie, Letzterer die rechte Hand von «Bondkönig» Jeffrey Gundlach beim kalifornischen Vermögensverwalter DoubleLine. Trotz aufziehender Wolken erwarten die beiden keine baldige Rezession in den USA, wie sie im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft» erläutern. Zudem sind sie überzeugt, dass das von Shiller entwickelte zyklisch adjustierte Kurs-Gewinn-Verhältnis (Shiller-KGV) trotz Kritik nach wie vor funktioniert.

Herr Shiller, Herr Sherman, droht der Weltwirtschaft eine neue Rezession?
Shiller:
Das weiss niemand, weil eine Rezession auf einen Horizont von mehr als zwölf Monaten nicht vorhergesagt werden kann. Ich schreibe gerade ein Buch darüber, weshalb die Wirtschaftswissenschaften bei solchen Prognosen versagen. Darin geht es um Narrative, also darum, wie Geschichten das Verhalten von Menschen beeinflussen. Ich erkenne aber schon Signale, die nahelegen, dass es zu einer Rezession kommen könnte.

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