Märkte / Makro

US-Industrie wächst nicht mehr so schnell

Die Stimmung der Einkaufsmanager in den USA hat sich im September ein wenig verschlechtert. Positive Signale kamen aber vom Immobilienmarkt.

(Reuters) Die US-Industrie hat ihr Wachstumstempo überraschend verringert. Der Einkaufsmanager-Index fiel im September auf 55,4 Punkte von 56,0 Zählern im August, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Mit Werten von über 50 Zählern signalisiert das Barometer nunmehr allerdings vier Monate in Folge Wachstum.

LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert spricht von einem «ersten kleinen Dämpfer». Das sei deshalb leicht enttäuschend, weil Vieles zuvor auf eine nochmalige Verbesserung des Frühindikators hingedeutet habe: «Es kam anders, weil insbesondere das zuvor extrem hohe Tempo beim Auftragswachstum im Inland nicht ganz gehalten werden konnte.» Positiv sei dagegen zu vermerken, dass sich die Stimmung bezüglich der Beschäftigungslage in der Industrie weiter aufgehellt habe: «Alles in allem bleiben die Aussichten für die kommenden Monate indes günstig, solange es nicht zu neuen breitflächigen Lockdown-Massnahmen wegen der Corona-Pandemie kommt.»

Positive Signale kamen unterdessen vom Immobilienmarkt: Die Bauausgaben in den USA legten im August um 1,4% auf 1,413 Bio. $ zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,8% gerechnet, nach einem Plus von revidiert 0,7% im Juli.