Märkte / Makro

US-Inflation vor Jahreswende auf dem Rückmarsch

Die Verbraucherpreise legten im Dezember um 1,9% zum Vorjahresmonat zu. Die Abschwächung ist insbesondere auf geringere Energiepreise zurückzuführen.

(Reuters) Der Preisauftrieb in den USA hat vor der Jahreswende nachgelassen. Die Verbraucherpreise kletterten im Dezember um 1,9% zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Experten hatten damit gerechnet, nachdem die Inflationsrate im November noch bei 2,2% gelegen hatte. Die Abschwächung ist insbesondere auf geringere Energiepreise zurückzuführen. Die US-Notenbank Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hat das erste Ziel praktisch erreicht. Auch bei der Inflation geht Fed-Chef Jerome Powell davon aus, dass die von der Zentralbank angestrebte Rate von 2% dieses Jahr in etwa erreicht wird.

Die Währungshüter achten hier besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Hier lag die Steigerungsrate im November bei 1,9% und damit leicht unter dem Ziel der Fed. Auf der Zinssitzung im vorigen Monat hatten die Währungshüter den Leitzins das vierte und letzte Mal im Jahr 2018 erhöht – auf die aktuelle Spanne von 2,25 bis 2,5%. Powell hat signalisiert, dass die Notenbank es dieses Jahr voraussichtlich ruhiger angehen lassen kann – auch wegen der gedämpften Inflation.

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