Märkte / Makro

US-Inflation zieht unerwartet an

Die Verbraucherpreise in den USA sind im Vergleich zum Vorjahresmonat 1,8% gestiegen.

(Reuters) Die Inflation in den USA zieht überraschend an. Die Verbraucherpreise legten im Oktober um 1,8 % zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, dass sich die Teuerungsrate auf dem Vormonatswert von 1,7 % stabilisieren würde.

Die Notenbank Fed soll Vollbeschäftigung fördern und für stabile Preise sorgen. Ersteres hat sie praktisch erreicht, doch die Inflation bleibt relativ niedrig. Die Währungshüter achten hier besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt bei 1,7 % und damit unter dem Fed-Ziel von 2,0 %.

Die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins jüngst zum dritten Mal in Folge gesenkt – um einen weiteren Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 %. Vorausgegangen waren Lockerungen im September und Juli. Als Hauptgrund dafür galten die vom internationalen Zollstreit ausgelösten Unsicherheiten im Handel. Die Notenbank signalisierte aber, nun vorerst die Füsse still halten zu wollen.

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