Märkte / Makro

US-Inflation zieht kräftig an

Die Teuerung hat in den USA im vergangen Monat deutlicher zugenommen als erwartet. Die US-Notenbank Fed geht nur von einer vorübergehend hohen Inflation aus.

(Reuters) Ein überraschend grosser Preisschub in den USA löst Befürchtungen aus, dass die Inflation aus dem Ruder läuft. Die Verbraucherpreise kletterten im April um 4,2% zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich 3,6 Prozent auf dem Zettel, nach 2,6% im März. Die Furcht vor einer höheren Inflation lastet seit Tagen auf den Aktienmärkten.

«Diese Zahlen bestätigen die Furcht des Marktes, dass die Inflation ausser Kontrolle gerät», sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses Avatrade. «Die Anleger wollen, dass die Fed dies einräumt.» Die US-Notenbank unterstützt die von der Corona-Krise getroffene Wirtschaft mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar. Sie will daran so lange festhalten, bis substanzielle Fortschritte bei der Preisstabilität und der Arbeitslosigkeit erreicht sind. Die anziehende Inflation sieht sie als vorübergehendes Phänomen, das derzeit keinen Kurswechsel in der Geldpolitik nötig mache, die wohl noch auf Jahre hinaus auf Niedrigzins ausgerichtet bleibe.

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