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US-Inflationsrate auf tiefstem Stand seit anderthalb Jahren

Die Inflation ist zu Jahresbeginn deutlich gefallen. Die Abschwächung ist insbesondere auf geringere Energiepreise zurückzuführen.

(Reuters) Die US-Inflationsrate ist im Januar auf den niedrigsten Stand seit mehr als anderthalb Jahren gefallen. Die Verbraucherpreise lagen um 1,6% über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Experten hatten mit 1,5% gerechnet, nachdem die Teuerungsrate im Dezember noch bei 1,9% lag. Die Abschwächung ist insbesondere auf geringere Energiepreise zurückzuführen. Der nachlassende Preisdruck gibt der amerikanischen Notenbank Fed Zeit, ihren Leitzins vorerst stabil zu halten und nicht weiter anzuheben.

Sie soll Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern. Das erste Ziel hat sie praktisch erreicht. Auch bei der Inflation geht Fed-Chef Jerome Powell davon aus, dass die von der Zentralbank angestrebte Rate von zwei Prozent dieses Jahr in etwa erreicht wird. Die Währungshüter achten hier besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt bei 1,9%. Die nächsten Daten werden für den 1. März erwartet.

Die Präsidentin des Notenbank-Ablegers von Kansas City, Esther George, hält den Inflationsdruck derzeit für nicht sehr hoch. Daher könne die Fed zunächst abwarten, um zu sehen, wie sich die jüngsten Zinsschritte auf die Konjunktur auswirkten. Die Währungshüter hatten den Leitzins im Dezember auf die neue Spanne von 2,25 bis 2,5% erhöht. Auf der Sitzung im Januar hatte Fed-Chef Jerome Powell eine Pause signalisiert.

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