Märkte / Makro

US-Konsumentenlaune trübt sich ein

Die US-Konsumenten sind wieder deutlich pessimistischer. Das Barometer für die Verbraucherlaune ist im März auf 59,7 Zähler gefallen.

 Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich Anfang März und damit kurz vor der erwarteten Zinswende weiter eingetrübt. Das Barometer für die Konsumlaune fiel auf 59,7 Zähler von 62,8 Punkten im Februar, wie die Universität Michigan am Freitag zu ihrer monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nach einem Einbruch der Verbraucherlaune im Februar nun lediglich einen kleinen Rückgang auf 61,4 Zähler erwartet. Die Verbraucher schätzten sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden Monate schlechter ein als zuletzt.

Die Bürger erwarten mit Blick auf die kommenden zwölf Monate zugleich eine Verteuerung der Waren und Dienstleistungen von 5,4%. Dies ist die höchste Inflationserwartung seit 1981. Die Preise in den USA legen rasant zu, was die Bürger auch an der Zapfsäule ablesen können. Angeheizt von teurer Energie ist die Inflationsrate zuletzt mit 7,9% auf das höchste Niveau seit 40 Jahren geklettert. Wegen der Folgen des Ukraine-Krieges wird mit einer weiteren Beschleunigung gerechnet.

Angesichts des starken Preisauftriebs und des zugleich brummenden Arbeitsmarkts steuert die US-Notenbank nächste Woche die Zinswende an. An den Finanzmärkten wird für Mittwoch mit dem ersten Schritt nach oben gerechnet, dem eine Serie weiterer Anhebungen folgen dürfte. Derzeit liegt der Schlüsselsatz noch in der Spanne von null bis 0,25%.