Die USA würden ihre führende Rolle als grösste Wirtschaftsmacht der Welt verlieren, ja das Land werde deindustrialisiert: Derartige und ähnliche Aussagen werden immer wieder kolportiert – sie lassen sich allerdings kaum mit Fakten belegen. Die global grössten und rentabelsten Unternehmen kommen nach wie vor mehrheitlich aus den USA. Gemäss einer Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young sind 299 der weltweit 1000 umsatzstärksten Unternehmen in den USA zu Hause. Leader ist die Warenhauskette Walmart (WMT 112.47 -1.26%) mit einem Umsatz 2018 von umgerechnet 424 Mrd.  €. Das Unternehmen ist mit über 2 Mio. Beschäftigten zugleich der grösste private Arbeitgeber der Welt. Von den zehn grössten Unternehmen stammen vier aus den USA und zwei aus China. Die Schweiz ist auf dieser Liste immerhin mit 17 Unternehmen vertreten. Der Rohstoffhändler Glencore (GLEN 272.4 0.28%) erreicht gar Rang 14. Gemessen an der Rentabilität ist die Dominanz der amerikanischen Wirtschaft noch erdrückender: Sie stellen sieben der zehn Unternehmen mit dem höchsten Ebit. Nur drei der zehn umsatzstärksten haben auch in Sachen operatives Ergebnis den Sprung in die Top Ten geschafft haben – Grösse bedeutet nicht zwingend auch Rentabilität. An der Spitze liegt Apple (AAPL 206.2433 1.8%) mit einem Überschuss von gut 60 Mrd. €. Das erste Schweizer Unternehmen taucht auf Rang 31 auf: der Pharmakonzern Roche (ROG 264.7 0.02%).