Märkte / Makro

US-Ökonomen warnen vor Überhitzung

Die Demokraten kämpfen für ein Konjunkturpaket im Umfang von 1900 Mrd. $. Nun äussern parteinahe Ökonomen wie Larry Summers Zweifel an dem Plan.

Monatelang kämpften Joe Biden und die Demokraten in den USA für ein möglichst grosszügiges Konjunkturpaket. Die neue Administration stellt Hilfen im Umfang von 1900 Mrd. $ in Aussicht, was 9% des Bruttoinland­produkts (BIP) entspricht. Am Freitag haben Abgeordnetenkammer und Senat den Haushaltsplan verabschiedet. Die parlamentarische Beratung des Biden-Pakets nimmt damit ihren Anfang. Ausgerechnet in dieser Phase äussern Vordenker der ­Demokraten Zweifel an dem Vorhaben.

In einem Beitrag für die «Washington Post» warnt Larry Summers, dass der Biden-Plan überdimensioniert ist und am Ende mehr schaden als nützen könnte. Summers leitete den Wirtschaftsbeirat des Präsidenten in der Obama-Administration und schnürte 2009 ein Konjunktur­paket, mit dem die US-Wirtschaft die Finanzkrise überwinden sollte. Mit einem Blick zurück schreibt er, dass die Hilfen seinerzeit etwa der Hälfte der damaligen Produktionslücke entsprachen, eines Schätzwerts für die Unterauslastung der Volkswirtschaft. Das Biden-Paket zusammen mit den im Dezember bewilligten Hilfen entspreche indes dem Dreifachen der Produktionslücke.

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