Der Posten im Oval Office lässt sich nicht einfach kaufen. 2016 verfügte das demokratische Kampagneteam über 773 Mio. $, deutlich mehr als das republikanische mit 449 Mio. $. Dennoch holte sich Donald Trump am Ende mehr Wahlmännerstimmen als Hillary Clinton. Die Planung und die Mittelbeschaffung für seine Wiederwahl begannen, wie man liest, an Trumps erstem Arbeitstag im Weissen Haus. Im vergangenen Oktober lagen in seiner Kriegskasse 83,2 Mio. $, das ist mehr als der Kontostand der drei finanziell führenden Demokraten addiert. Diese werden im ersten Halbjahr 2020 zudem Geld für die innerparteilichen Primaries ausgeben müssen; die Kandidatur wird nach den Vorwahlen im Juni an der Democratic National Convention in Milwaukee festgelegt. Präsident Trump dagegen kann den Mitteleinsatz – für Teams, Werbung, Aktionen – ganz auf den Wahltermin 3. November ausrichten. Die Demokraten mit dem grössten Dollarvorrat sind die Senatsmitglieder Bernie Sanders und Elizabeth Warren, vor dem Bürgermeister Pete Buttigieg, Senatorin Kamala Harris und Ex-Vizepräsident Joe Biden. Gerade dessen bescheidene 9 Mio. $ fallen auf – für einen vermeintlichen Favoriten wenig. Trump beschaffte sich übrigens allein im dritten Quartal 41 Mio. $; ausgerechnet die Impeachment-Bemühungen der Demokraten halfen ihm dabei, seine republikanische Anhängerschaft zu mobilisieren.