Märkte / Makro

US-Regierung sitzt in der Schuldenfalle

Die politische Konstellation in Washington zementiert den Pfad der steigenden Verschuldung. Das hat Konsequenzen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte.

Die Vereinigten Staaten haben ein Problem. Es ist 16 Bio. $ schwer und wächst. Zuletzt sogar exponentiell. Stieg der Schuldenberg 2015 täglich um 1,2 Mrd. $, dürfte er im nächsten Jahr pro Tag 2,7 Mrd. $ zulegen. Für Mark Zandi, Chefökonom der Ratingagentur Moody’s, ist die Lage ernst. «Wenn wir nichts ändern, wird es eine Katastrophe geben», sagt er. Doch dafür bräuchte es eine überparteiliche Zusammenarbeit. Und die ist im Zeitalter von US-Präsident Donald Trump unwahrscheinlich. Ergo wächst der Berg weiter.

In zehn Jahren werden die US-Staatsschulden ausserhalb der öffentlichen Hand gemäss Schätzung des überparteilichen Congressional Budget Office (CBO) der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP) entsprechen. So hoch war die Verschuldung zuletzt während des Zweiten Weltkriegs. Für 2048 rechnet das CBO dann mit einer Verschuldung von 152% des BIP und einem Defizit von 8,4%. Derzeit beträgt es 3,9%.

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Leser-Kommentare

Rudolf Kupper 28.11.2018 - 12:58

Man muss es positiv sehen: Das Verschuldungsproblem wird über kurz oder lang zum Niedergang der USA als Weltmacht führen – und solang die keine intelligenteren Präsidenten finden, ist das weiss Gott auch kein Schaden.

Willy Huber 05.12.2018 - 16:18
Ja, Herr Kupper hat ja nicht Unrecht. Allerdings: Wer soll denn dann die Führungsposition in der Welt übernehmen? Europa scheint dazu nicht in der Lage oder befähigt. Der EUR könnte den USD auch kaum als Leitwährung dienen und die EU als politisches Gebilde steht auf wackeligem Fundament. Die Russen und der Rubel? China und der Yuan? Putin, Xi Jinping, und… Weiterlesen »