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US-Richterin lässt Klage gegen UBS und CS zu

Der Devisenskandal könnte für die Grossbanken noch teurer werden. Sie sehen sich mit Vorwürfen von über tausend potenziellen Geschädigten konfrontiert.

(Reuters) Der Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt könnte für UBS (UBSG 11.07 0.64%), Credit Suisse (CSGN 9.706 0.5%) und 13 andere Geldhäuser ein weiteres teures Nachspiel haben. Eine US-Richterin liess die Klage institutioneller Investoren wie dem weltgrössten Vermögensverwalter Blackrock und der Allianz-Tochter Pimco zu.

Der Vorwurf der fast 1300 Kläger sei plausibel, dass die Banken zwischen 2003 und 2013 an Referenzkursen geschraubt hätten, um auf Kosten der Investoren Gewinn zu machen, urteilte Richterin Lorna Schofield am Donnerstag in Manhattan. Schofield schränkte die Klage allerdings in einigen Teilen ein und liess einige der Allianz-Kläger nicht zu.

Der Rechtsstreit begann im November 2018, nachdem die Kläger aus einer ähnlichen Sammelklage ausgestiegen waren, die in einem 2,3 Mrd. $ schweren Vergleich mit den meisten Banken endete. Sie hoffen nun, mehr Geld herauszuschlagen.

Neben UBS und CS beschuldigen die Kläger die Deutsche Bank (DBK 8.645 0.36%), Bank of America (BAC 22.77 -1.43%), Barclays (BARC 113.66 1.52%), BNP Paribas, Citigroup (C 49.45 -2.81%), Goldman Sachs (GS 196.83 -2.68%), HSBC (5 373.4 -0.07%), JPMorgan Chase (JPM 91.28 -2.17%), Morgan Stanley (MS 47.51 -2.86%), Royal Bank of Canada (RY 91.27 -0.77%), Royal Bank of Scotland, Societe Generale und Standard Chartered (STAN 429 -0.12%). Sie kontrollierten zweitweise mehr als 90% des weltweiten Devisenmarkts, an dem täglich 6,6 Bio. $ umgesetzt werden. Wegen Manipulation des Devisenmarkts hatten die Aufsichtsbehörden weltweit mehr als 10 Mrd. $ an Strafen gegen Banken verhängt.

Die Kläger, darunter viele börsengehandelte Indexfonds (ETFs), werfen den Banken vor, vertrauliche Aufträge und Handelspositionen unzulässigerweise geteilt zu haben. Dazu hätten sie sich in Chatrooms mit Namen wie «Das Kartell», «Die Mafia» oder «Der Banditen-Club» abgesprochen. Zudem hätten sie sich betrügerischer Handelspraktiken bedient.

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