Märkte / Makro

US-Konsumentenstimmung verbessert sich

Trotz erhöhter Inflation steigt das Barometer für die Verbraucherstimmung auf 129,1 Punkte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang gerechnet.

(Reuters) Trotz kräftig anziehender Preise hat sich die Stimmung der US-Konsumenten im Juli überraschend aufgehellt. Das Barometer für die Verbraucherlaune stieg auf 129,1 Punkte von revidiert 128,9 Zählern im Juni, wie das Institut Conference Board am Dienstag unter Berufung auf seine monatliche Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 123,9 Zähler gerechnet, nachdem zunächst für Juni ein Wert von 127,3 ermittelt worden war.

Die Verbraucher schätzten ihre aktuelle Lage im Juli besser ein als zuletzt. Ihre Erwartungen für die kommenden Monate gingen hingegen leicht zurück. Sie rechnen mit Blick auf die kommenden zwölf Monate mit einer Verteuerung von Waren und Dienstleistungen in Höhe von 6,6%. Im Juni war diese Schätzzahl für die Inflationserwartung noch um eine Nachkomma-Stelle höher ausgefallen.

Die US-Verbraucherpreise waren im Juni überraschend kräftig um 5,4% zum Vorjahr gestiegen. Damit ist die Teuerung weit über das Ziel der Notenbank (Fed) hinausgeschossen. Fed-Chef Jerome Powell geht jedoch davon aus, dass der mit der Pandemiekrise verbundene Inflationsschub nur vorübergehend ist und in den kommenden Monaten nachlassen wird.

Leser-Kommentare

Oliver Schmid 27.07.2021 - 17:57
Das FED (wie auch EZB) sollte froh sein, dass die Konsumenten, trotz hoher Preise weiterhin optimistisch sind. Das wäre nun der Zeitpunkt, wo man die Zinsen wieder normalisieren könnte. Komischerweise haben ja genau, diese Notenbanken immer wiederholt, das dies erst möglich ist wenn die Teuerung bei 2% ist. Nun ist diese noch höher und statt die Zinsen normalisieren, wird auf… Weiterlesen »