Märkte / Makro

US-Verbraucherstimmung bricht ein

Wegen stark steigender Preise hat sich die Stimmung der US-Konsumenten im Februar so massiv eingetrübt wie seit Oktober 2011 nicht mehr.

(Reuters) Die hohe Inflation in den USA schlägt den Verbrauchern mächtig auf die Stimmung. Das Barometer für die Konsumlaune sackte im Februar überraschend ab — und zwar auf 61,7 Zähler von 67,2 Punkten im Januar, wie die Universität Michigan am Freitag zu ihrer monatlichen Umfrage mitteilte. Dies ist das niedrigste Niveau seit Oktober 2011. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf 67,5 Punkte gerechnet. Die Verbraucher schätzten sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden Monate schlechter ein als zuletzt.

Die Bürger erwarten mit Blick auf die kommenden 12 Monate zugleich eine Verteuerung der Waren und Dienstleistungen von 5,0%. Das ist die höchste Inflationserwartung seit Juli 2008. Die Preise in den USA legen rasant zu, was die Bürger beim Tanken oder beim Einkauf im Supermarkt zu spüren bekommen. Die Teuerung hat im Februar mit 7,5% das höchste Niveau seit 40 Jahren erreicht.

Angesichts des starken Preisauftriebs und des zugleich brummenden Arbeitsmarkts steuert die US-Notenbank auf eine Zinswende zu. An den Finanzmärkten wird für März mit einem ersten Schritt nach oben gerechnet, dem eine Reihe weiterer Anhebungen folgen dürfte. Derzeit liegt der Schlüsselsatz noch in der Spanne von null bis 0,25% .