Märkte / Aktien

US-Wahlen sorgen für Kursgewitter

Wallstreet reagiert auf die Wiederwahl von Präsident Barack Obama kühl. Das Risiko, dass die politische Blockade in Washington anhält, macht Investoren nervös.

Christoph Gisiger, New York

Sicher ist nur, dass alles unsicher bleibt. So lässt sich die Reaktion an den Finanzmärkten auf das Resultat der amerikanischen Präsidentschaftswahlen zusammenfassen. Der Dow Jones Industrial gab am Mittwoch 2,4% auf 12 932,73 nach. Das entspricht dem grössten Tagesverlust seit knapp einem Jahr. Das Blue-Chip-Barometer notiert nun auf dem tiefsten Stand seit August. Auch der Technologie-Index Nasdaq Composite rutschte 2,5% auf 2937,29 ab. Der breiter gefasste S&P 500 büsste 2,4% auf 1394,53 ein.

Tendierten die Futures-Märkte nach dem Wahlresultat am frühen Morgen zunächst freundlich, sackten die Kurse gleich zur Börseneröffnung in New York ab. Mitverantwortlich für den Rückschlag waren zudem durchwachsene Nachrichten von der anderen Seite des Atlantiks, wo die Europäische Zentralbank den Konjunkturausblick gedämpft hat und Griechenland über Sparmassnahmen abstimmt. Unter Druck geriet auch der Ölmarkt. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI sank an der NYMEX 4.27 $ auf 84.44 $. Viele Anleger suchten Sicherheit in US-Staatsanleihen. Die Rendite auf zehnjährige Treasuries fiel 11 Basispunkte auf 1,63%, wobei sich Bondpreise und Zinsen in entgegengesetzte Richtung bewegen.

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