Märkte / Makro

US-Wirtschaft wächst unter ihren Möglichkeiten

Laut Notenbank ist der konjunkturelle Ausblick positiv. Lieferengpässe und Personalmangel wirken sich aber hinderlich aus.

(Reuters) In den USA ist die Wirtschaft gemäss der Notenbank Fed zuletzt in einem mässigen bis moderaten Tempo gewachsen. Der Ausblick für die nähere Zukunft bleibe in den meisten Fed-Bezirken insgesamt positiv, teilte die Notenbank in ihrem am Mittwoch veröffentlichten «Beige Book» mit.

In dem Konjunkturbericht, der auf Wirtschaftskontakten aus den Regionen fusst, wies die Fed zudem darauf hin, dass Lieferengpässe und ein Mangel an Arbeitskräften für Preisdruck sorgten. Die Preise seien in einem moderaten bis robusten Tempo gestiegen, wobei die Teuerung branchenweit in der Wirtschaft aufgetreten sei. Viele der zwölf Fed-Bezirke hätten zudem von Schwierigkeiten bei Firmen berichtet, Stellen zu besetzen, was zu Gehaltserhöhungen geführt habe.

Laut Fed-Chef Jerome Powell ist die Wirtschaft sehr stark und zugleich der Inflationsdruck hoch. Daher fasst die Notenbank einen schnelleren Abbau ihrer Anleihenkäufe auf dem Weg zu einer Zinserhöhung ins Auge. Die Arbeitslosenquote ist zuletzt auf 4,6% gefallen. Für November wird ein weiterer Rückgang auf 4,5% erwartet.

Das bevorzugte Inflationsmass der Fed sind die persönlichen Ausgaben der Verbraucher, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert bleiben. Diese Jahresteuerungsrate lag im Oktober bei 4,1% und damit weit über dem von der Notenbank Federal Reserve angestrebten Niveau von 2%. Powell sagte vor dem Kongress, er rechne noch bis Mitte nächsten Jahres mit hoher Inflation. Zugleich signalisierte er, dass sich die Fed von der Formulierung verabschieden dürfte, dass die Inflation vorübergehend sei.

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