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USA behalten China wegen Währungs-Manipulation im Visier

Das US-Finanzministerium stuft die Volksrepublik nicht als Währungsmanipulator ein. Sie bleibt aber auf einer Beobachtungsliste.

(Reuters) Die USA rügen erneut die Währungspolitik Chinas. Das US-Finanzministerium stuft die Volksrepublik in seinem halbjährlichen Bericht aber nicht als Währungsmanipulator ein. China bleibe auf einer Beobachtungsliste – ebenso wie Deutschland, die Schweiz, Japan und Südkorea. Indien sei dort wegen seiner umfangreichen Devisenbestände hinzugefügt worden Weitere Schritte gelten damit als nicht ausgeschlossen. Eine offizielle Brandmarkung als Währungsmanipulator kann dagegen eine Reihe von Massnahmen nach sich ziehen, etwa das Verhängen von Strafzöllen.

Der am Freitag veröffentlichte Bericht erwähnt nicht den derzeitigen Handelsstreit zwischen Washington und Peking. In den vergangenen Wochen ist der Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsgrossmächten eskaliert. Nach Erhebung von Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte kündigte US-Präsident Donald Trump zusätzliche Abgaben für 1300 chinesische Produkte im Umfang von 50 Mrd. $ an. China drohte umgehend mit Zöllen in ähnlichem Umfang. Die Regierung in Washington wirft China vor, Handelsgeheimnisse von US-Unternehmen zu stehlen und über Joint Ventures geistiges Eigentum abzuschöpfen. Das Finanzministerium forderte China in dem Bericht auf, seine Volkswirtschaft weiter für US-Güter und -Dienstleistungen zu öffnen.

Deutschland soll laut US-Finanzministerium politisch mehr zur Ankurbelung der Inlandsnachfrage unternehmen. Dies würde demnach den Euro stärken und somit das Ungleichgewicht in der Handelsbilanz verringern.

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