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USA deuten möglichen Verzicht auf Autozölle an

Nach Gesprächen mit Autoherstellern spricht US-Handelsminister Wilbur Ross von hoffnungsvollen Signalen.

(Reuters) Die US-Regierung hat einen möglichen Verzicht auf Strafzölle für Importwagen angedeutet. Nach positiven Gesprächen mit Autobauern in der Europäischen Union (EU), Japan und Korea könnten die USA Abstand von angedachten Zusatzabgaben nehmen, sagte Handelsminister Wilbur Ross der Agentur Bloomberg. Es bestehe die Hoffnung, dass die Verhandlungen mit den Autobauern über deren Investmentpläne Früchte trügen und deshalb die 232 Zölle nicht in Kraft treten müssten.

Die USA hatten vor kurzem von der EU mehr Entgegenkommen im Handelsstreit verlangt. US-Präsident Donald Trump hat in der Vergangenheit mehrfach mit Schutzzöllen auf Autoimporte aus Europa von bis zu 25% gedroht, was insbesondere die exportlastige deutsche Wirtschaft treffen würde. Laut US-Präsidialamt sieht er einige Autoimporte als potenzielle Bedrohung für die USA. Die US-Regierung will früheren Angaben zufolge am 14. November entscheiden, ob die Abgaben auf die Einfuhr von Autos und Autoteilen aus der EU erhöht werden. Sie hatte die angedrohten Strafzölle im Mai zunächst für ein halbes Jahr ausgesetzt.

Von den angedrohten Massnahmen wären vor allem deutsche Hersteller wie Volkswagen (VOW 191.85 -0.72%), BMW (BMW 71.74 0.96%) und Daimler (DAI 46.62 -0.15%) betroffen. Sollten die US-Strafzölle letztlich doch kommen, drohen der deutschen Wirtschaft laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jährliche Mehrkosten in Höhe von 6 Mrd. €.