Märkte / Makro

USA und China planen regelmässigen Dialog

Washington und Peking wollen wieder in halbjährlichen Treffen allfällige Wirtschaftskonflikte diskutieren.

(Reuters) Wenige Wochen nach der Annäherung im Handelsstreit haben die USA und China wieder regelmässige Gespräche zu wirtschaftlichen Konflikt-Themen vereinbart. Künftig solle es halbjährliche Treffen geben, sagte ein mit dem Vorhaben Vertrauter am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies solle am 15. Januar bei der Unterzeichnung eines ersten Teils des Handelsvertrages zwischen den USA und China bekanntgegeben werden. Die regelmässigen Treffen seien als hochrangiges Forum für Gespräche zwischen den beiden weltgrössten Volkswirtschaften angelegt.

Solche Konsultationen hatten bereits unter dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush begonnen, dessen Amtszeit von 2001 bis 2009 ging. Sein Nachfolger Barack Obama hatte sie fortgeführt. Kritiker hatten aber wiederholt bemängelt, die Treffen benötigten viel Aufwand und brächten wenig Ertrag. US-Präsident Donald Trump hatte sie während seiner Amtszeit ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter verfolgt, sondern war einen konfrontativen Weg gegangen, der zur Verhängung von Strafzöllen, Gegenzöllen und letztlich auch zu einer Belastung der Weltwirtschaft führte.

Mitte Dezember hatten sich beide Länder dann nach langem Gezerre auf ein erstes Teilabkommen zur Lösung des Streits geeinigt. Die USA sagten unter anderem zu, einige ihrer angehobenen Zölle auf chinesische Waren zu reduzieren. Im Gegenzug will China mehr Waren aus der Landwirtschaft, der Industrie und dem Energiesektor der USA einführen. Kommenden Mittwoch ist im Weissen Haus eine Zeremonie zur Unterzeichnung der Teileinigung mit zahlreichen Gästen geplant.

Leser-Kommentare