Märkte / Aktien

Wachstumswerte geraten unter Druck

In den USA sind die Wachstumswerte unter Druck geraten. Das spüren auch Unternehmen an der Schweizer Börse.

(AWP) In den USA sind die Zinsen wieder gestiegen und haben bereits an Wallstreet am Montag zu einem deutlichen Abverkauf der sogenannten Wachstumswerte gesorgt. In der Folge ging es in einer Art Schlussverkauf für die technologielastige Börse Nasdaq in der letzten Handelsstunde steil abwärts, nachdem sie zuvor im Handelsverlauf noch einen Rekord gesetzt hatte.

Hierzulande lassen sich Investoren davon anstecken und trennen sich ebenfalls im grossen Stil von Werten wie Comet (COTN 346.50 +1.32%), VAT Group (VACN 443.00 -6.22%) oder Inficon (IFCN 1'182.00 +1.9%). Unter den Blue Chips trifft diese Verkaufswelle Partners Group (PGHN 1'590.00 +0.95%), die ebenfalls als Wachstumswert gesehen werden.

In den USA hatte der Markt zum Wochenstart zunächst noch positiv auf die Ernennung von Fed-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit reagiert. «Mit der Ernennung von Herrn Powell wurde Europa von der Titelseite verdrängt, da die neue Kombination aus Powell und der neuen Vizin Lael Brainard die US-Märkte dazu veranlasste, eine schnellere Rückführung der Geldmenge durch die Fed und frühere Zinserhöhungen einzupreisen», kommentiert ein Händler.

Die US-Renditekurve zog entsprechend steil an am Montag, da die Renditen langlaufender Anleihen stark anstiegen, insbesondere im Bereich der 30-jährigen Anleihen. «Die zinssensiblen Technologiewerte mochten den Powell-Brainard-Song dank ihrer galaktischen Bewertungen nicht und zogen gen Süden.» Die Branchenkollegen in Asien, Europa und hierzulande folgen nun dem Beispiel, ergänzt ein weiterer Marktteilnehmer.

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