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USA: Weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als zuletzt

In der vergangenen Woche sind in den Vereinigten Staaten fast 1,9 Mio. Anträge auf Arbeitslosenhilfe eingegangen.

(Reuters) Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA steigt in der Corona-Krise nicht mehr ganz so stark wie zuletzt. In der vergangenen Woche stellten 1,877 Mio. Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Erstmals seit Mitte März waren es damit weniger als 2 Mio. Von Reuters befragte Ökonomen hatten weitgehend mit dieser Entwicklung gerechnet. Seit dem 21. März summieren sich die Anträge gleichwohl inzwischen auf rund 42 Mio. Den Höhepunkt gab es Ende März mit 6,86 Mio.

Die Pandemie hat dem jahrelangen Boom auf dem US-Jobmarkt ein jähes Ende bereitet und Massenarbeitslosigkeit in der weltgrössten Volkswirtschaft ausgelöst. Allein im April wurden 20,5 Mio. Stellen ausserhalb der Landwirtschaft gestrichen – das war der massivste Abbau seit der Zeit der Grossen Depression in den 1930er Jahren. Die Arbeitslosenquote stieg auf 14,7% und damit auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Die US-Regierung geht sogar davon aus, dass rund 7,5 Mio. Arbeitslose gar nicht in der Statistik auftauchen. Im ersten Quartal brach die US-Wirtschaft mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5% ein – das stärkste Minus seit den Jahren der Finanzkrise 2007-09.

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