Märkte / Makro

Die USA wollen mit der Schweiz über den Franken sprechen

Für die Regierung von Joe Biden ist das Land zwar kein Währungsmanipulator mehr. Die Interventionen der Schweizerischen Nationalbank geben dennoch zu reden.

Das US-Finanzdepartement hat am Freitag seinen alljährlichen Bericht zu den Währungspraktiken wichtiger Handelspartner veröffentlicht. Ziel ist es u.a. aufzuzeigen, ob andere Länder sich einen Handelsvorteil gegenüber den USA erarbeiten, indem sie ihre Währung schwächen.

Die Behörde legt dabei drei Kriterien an: die Interventionen eines Landes am Devisenmarkt sowie den Handelsbilanz- und den Leistungsbilanzüberschuss gegenüber den USA. Die Schweiz ist das einzige Land, das 2021 die Grenzwerte bei allen drei Kriterien überschritten hat.

Gemäss dem US-Finanzdepartement würden bereits seit Anfang 2021 deshalb vertiefete bilaterale Gespräche mit den Schweizer Amtskollegen stattfinden. Beide Länder haben dafür ein gemeinsames Diskussionsforum für Wirtschafts- und Finanzthemen etabliert.

Verständnis für die Schweiz

Laut der Washingtoner Behörde herrscht auf amerikanischer Seite – anders noch als unter der Vorgängerregierung – allerdings Verständnis für die spezielle Situation der Schweiz. Der Franken wird vor allem in Krisenzeiten als sicherer Hafen und internationale Fluchtwährung benutzt, was zu einer übermässigen Aufwertung und grossen Nachteilen für die Schweizer Exportwirtschaft führen kann.

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