Unternehmen / Industrie

V-Zug erwartet für das Herbsthalbjahr Margendruck

Analyse | Nach dem exzellenten ersten Halbjahr machen Zulieferengpässe und Preisdruck zu schaffen.

Im ersten Halbjahr 2021 hat für V-Zug alles gestimmt: Die Baukonjunktur in der Schweiz war geradezu überschäumend, das Auslandgeschäft hat weiter an Fahrt gewonnen, und effizientere Produktionsverhältnisse haben einen Umsatzzuwachs um 19,2% auf 208 Mio. Fr. sowie eine Verdreifachung des Betriebsergebnisses auf 38 Mio. Fr. ermöglicht. Die Betriebsgewinnmarge ist auf 12,9% gestiegen.

Doch dieses Niveau werde im zweiten Halbjahr nicht zu halten sein, sagte CEO Peter Spirig an der Telefonkonferenz zum Halbjahresabschluss. «Die Sonderkonjunktur in der Schweizer Bauwirtschaft wird sich normalisieren», erklärte er und deutete an, dass der Umsatz im zweiten Semester etwas geringer ausfallen könnte als im ersten.

Zulieferengpässe machen zu schaffen

Gleichzeitig würden sich die Engpässe in der Rohmaterialbeschaffung verschärfen. Es werde daher schwierig, das gute Resultat aus der zweiten Jahreshälfte 2020 zu übertreffen. «Die Zulieferprobleme könnten dazu führen, dass wir auch mal ein Produktionsband abschalten müssen», erklärte Spirig. Dass unter diesen Umständen im Gesamtjahr eine Betriebsgewinnmarge von 10% erreicht würde – also deutlich weniger als im ersten Halbjahr –, wollte er auf Nachfrage eines Analysten nicht bestätigen. «Die Preise für praktisch alle Einkaufsmaterialien gehen deutlich nach oben», warnte Spirig. Als Reaktion auf diese Entwicklung wird V-Zug im Oktober ihrerseits die Preise anheben. Dennoch ist eine Beeinträchtigung der Profitabilität kaum zu vermeiden. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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