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Valartis schreibt Verlust im ersten Halbjahr

Die Rubelabwertung macht der Valartis-Gruppe zu schaffen. Sie verzichtet auf einen Ausblick.

(AWP) Die Valartis-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust verbucht, nachdem sie im Vorjahr wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Zurückzuführen ist der Verlust auf negative Wechselkurseffekte.

Konkret belief sich der Nettoverlust im ersten Semester auf 6,1 Mio. Fr. verglichen mit einem Gewinn von 3,3 Mio. Fr. im Vorjahr, wie die in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Immobilienprojektmanagement und Beteiligungen tätige Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Eine Überraschung stellt dieses Faktum nicht dar, da Valartis bereits vor einer Woche bekannt gegeben hat, dass der Nettoverlust zwischen 6 bis 7 Mio. Fr. liegen dürfte.

In den ersten sechs Monaten des Jahres habe der Rubel gegenüber dem Schweizer Franken stark an Wert (–14% gegenüber Ende Dezember 2019) verloren. Dies habe zu einer Wertminderungen des langfristigen Anlagevermögens geführt, schreibt Valartis.

Ertrag gesteigert

Höher als im Vorjahr fiel dagegen der Geschäftsertrag aus, der auf 5 Mio. Fr. von 4,4 Mio. zulegte. Dabei stiegen die Erträge aus Management Services aufgrund zusätzlicher Beratungs- und Transaktionsmandate auf 2,8 Mio. Fr. von 2,3 Mio. Die Erträge aus Managementdienstleistungen umfassen Honorare für die Entwicklung und das Management von Immobilienprojekten, Managementgebühren für Verwaltungs- und Buchhaltungsdienstleistungen sowie Anlagegebühren für im Ausland vertriebene Investmentfonds.

Der Ertrag aus der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie lag mit 1,9 Mio. Fr. auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Kosten hatte die Gesellschaft im Griff. Der Geschäftsaufwand nahm aufgrund weiterer Kostensenkungsmassnahmen um 7% auf 5 Mio. Fr. ab. Während dabei die wichtigste Kostenkomponente, der Personalaufwand, um 8% auf 3 Mio. Fr. zulegte, sank der Sachaufwand um 22% auf 2,1 Mio. Fr.

Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste von 0,4 Mio. Fr. (VJ 0,7 Mio.) sind den Angaben zufolge hauptsächlich auf die Abwertung des russischen Rubels gegenüber dem Schweizer Franken zurückzuführen.

Kein Ausblick

Das Finanzergebnis fiel Mitte 2020 deutlich niedriger als in der Vorperiode aus: Es belief sich per 30. Juni 2020 auf einen Nettoverlust von 5,3 Mio. gegenüber einen Nettogewinn 4 Mio. Fr. per 30. Juni 2019. Diese Veränderung ist gemäss Mitteilung im Wesentlichen auf die negativen Markt- und Währungsentwicklung zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Gruppe beträgt per 30. Juni 113 Mio. Fr. verglichen mit 124 Mio. Fr. per Ende 2019. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme) von 72,1% nach 73,4% per 31. Dezember 2019.

Bezüglich des Ausblicks auf das Gesamtjahr machte das Unternehmen keine konkreten Angaben. Die Valartis-Gruppe fokussiere ihre Marktentwicklung weiter und passe ihr Leistungsspektrum der Nachfrage an, heisst es lediglich. Die Aktivitäten des Jahres 2020 würden sich weiterhin auf den Aufbau und die Verwaltung neuer Beteiligungen und neuer Projekt konzentrieren.

Die komplette Historie zu Valartis finden Sie hier.»